„Auf nach Tansania“ – Projektreise 28.09. – 08.10.2017

Ein Reisebericht von Andreas Landwehr

Mit einem besonderen Auftrag im Gepäck fahre ich mit Lutz Hethey nach Tansania. Wir besuchen unsere Partnerorganisation „KwaWazee“ in Nshamba, die das Projekt „Jede Oma zählt“ vor Ort betreut.  Kurze Zeit später trifft die Fotografin Jette Golz ein. Und dies aus gutem Grund. Wir sind gefordert für unsere neue Ausstellung „Stille Heldinnen“, die sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 orientiert, Interviews mit den Großmüttern zu führen und Fotos zu machen.

Zuvor sind Lutz und ich Ehrengäste beim „Internationalen Tag der älteren Menschen“ in Kamachuma, unweit von Nshamba. Etwa 1000 Großmütter und Großväter nehmen an der Feier teil und nutzen die Gelegenheit durch eine große Demonstration auf die Rechte älterer Menschen hinzuweisen und engagiert ihre Forderungen, z.B. nach einer Grundrente und einer kostenlose Gesundheitsversorgung für Menschen ab 70 Jahren, Ausdruck zu verleihen. Anwesend ist ebenfalls Charles John Poul Mwijage, der Minister für Wirtschaft und Handel, der diese Forderungen dem Staatspräsidenten übermitteln soll. Die Veranstaltung ist ein großer Erfolg. In Aussicht steht die Einführung der geforderten Grundrente innerhalb der nächsten Jahre.

Zurück in Nshamba beginnt am folgenden Tag unsere Arbeit für die Ausstellung. Wir besuchen Felister und ihre Enkelkinder. Sie bewirtschaften einen kleinen Hausgarten und der Enkelsohn Edipedius führt uns die Ernte und den Transport von Bananen vor.

Generosa berichtet uns von ihrem Leben in ärmlichsten Verhältnissen und erzählt sehr bewegend, dass sie keine Matratze besitzt und auf dem nackten Lehmfußboden schläft. Sie sorgt für ein Enkelkind und betreut ihre geistig behinderte Tochter. Wir lernen sie beim payday, dem Tag der Rentenauszahlung, kennen. Einmal pro Monat wird ihr eine Rente in Höhe von umgerechnet 5 Euro durch die Partnerorganisation „KwaWazee“ ausgezahlt. Die Großmütter und auch einige Großväter nutzen die Gelegenheit, sich auszutauschen und im Dorf einzukaufen.

Bei Aurelia erhalten wir Einblicke in die Nutzung ihrer Zisterne und der Reinigung des Wassers durch die SODIS-Methode. Das Wasser wird durch ein Tuch in eine PET-Flasche gefüllt und für 48 Stunden in die Sonnen gelegt. Anschließend ist das Wasser keimfrei. Ein großes Problem stellt die momentane Dürre dar. Die Zisterne ist leer und Aurelia ist gezwungen einen Fahrer für den Transport des Wassers von der Wasserstelle zu ihrem Haus zu beauftragen und zu bezahlen.

Einen modernen Brennofen lernen wir bei Godevila kennen. Er ist energiesparend, weil weniger Brennholz als bei den traditionellen Kochstellen benötigt wird. Zudem ist ein Abzug vorhanden, der eine Rauchbildung in der Kochhütte verhindert und damit Atemwegserkrankungen vorbeugt.

Justina erzählt uns in großer Offenheit von ihrer AIDS-Erkrankung und berichtet uns von der Gesundheitsversorgung. Die Behandlungen und Medikamente für HIV-Positive sind in Tansania kostenlos. Anschließend begleiten wir sie zu einem Besuch ihrer Krankenstation.

Eine Vorführung von Übungen zur Selbstverteidigung sehen wir bei Clenzina, der Vorsitzenden der Gesundheitsgruppe aus Nshamba. Sie leitet Frauen an, sich bei Übergriffen zur Wehr zu setzen. Gewalt und sexuelle Übergriffe gegen Frauen, auch gegen Ältere, stellt ein großes Problem dar.

Mit vielen Eindrücken und viel Material in Form von Interviews und Fotos treten wir den Heimweg an.

 

Die neue Ausstellung „Stille Heldinnen“ wird im Frühjahr 2018 fertiggestellt und eröffnet.

 

Think Headwear. Think Beechfield. – Jetzt mit “Jede Oma zählt”-Cap!

Endlich ist sie da: Unsere neue Oma-Cap! Mit einem großen DANKESCHÖN an unseren Marathon-Läufer Christian Mauser, der für den Entwurf unserer neuen
„Jede Oma zählt“-Cap von Beechfield verantwortlich ist, möchten wir sie euch jetzt vorstellen und die Möglichkeit bieten, hier direkt zu bestellen:
Zahlt bitte 12 € pro Cap (bei Versand plus 2,80 € Versandkosten) auf diese Online-Spenden-Box und nennt bitte euren Namen sowie Adresse (Adresse auch gerne senden an laufen@helpage.de).
Es gibt nur 100 Stück dieser Caps in der Größe One Size – Limited Edition! – und wenn weg, dann weg!
Ihr könnt die Cap auch gerne bei im Büro von HelpAge, Arndtstr. 19, 49080 Osnabrück abholen, dann entfallen die Versandkosten.
Eine Spendenquittung gibt es für die Cap natürlich nicht!
Herzliche Grüße vom
HelpAge-Team

Link zur Bestellung: http://www.die-omas.de/MeinLauf.html?cfd=bejl8#cff

44. BMW Berlin Marathon 2017 – Ein großer Erfolg für die Kampagne „Jede Oma zählt“

Von 40.000 Läuferinnen und Läufern liefen am vergangenen Sonntag über 180 in einem „Jede Oma zählt“-Laufshirt beim 44. BMW Berlin Marathon 2017 und unterstützten damit die Großmütter-/Enkel-Projekte von HelpAge im südlichen Afrika. Die beachtliche Spendensumme, die durch die Gemeinschaft von Läuferinnen und Läufern sowie deren Spenderinnen und Spendern gesammelt wurde, beträgt über 80.000€ und zeigt, dass sich durch einen Marathon-Lauf viel bewegen lässt.

Die Stimmung der „Oma“-Läufer, die bundesweit und teilweise aus aller Welt angereist kamen, war schon vor dem Marathon ausgelassen und hoch motiviert.

Bereits beim 6km Frühstückslauf am Samstagmorgen gab es ein großes Kennenlernen der Läuferinnen und Läufer. Durch unser Markenzeichen – das „Jede Oma zählt“-T-Shirt – war es einfach unter den 12.000 Teilnehmern das „Oma“-Team ausfindig zu machen um dann gemeinsam als Gruppe vom Schloss Charlottenburg bis ins Olympiastadion zu laufen.

 

Bei unserer traditionellen Pasta-Party am Marathon-Vorabend, an der rund 65 Personen teilnahmen, fand ein bunter Austausch zwischen den Läuferinnen und Läufern statt, es wurde die Arbeit von HelpAge vorgestellt und der „Läufer des Jahres“ wurde gekürt: Es ist Christian Mauser aus Berlin, der auf seiner Online-Spenden-Box durch verschiedene Aktionen mehr als 6.000€ gesammelt hat! Das musste einfach mit der Ehrung belohnt werden. Besonderes Highlight war an dem Abend auch ein kurzer Besuch von unserem Elite-„Oma“-Läufer Chalachew Tiruneh aus Äthiopien. Er gab uns einen Einblick in sein Läufer-Leben und sein besonderes Training. Die Motivation der Läuferinnen und Läufer bekam dadurch für den großen Marathon-Tag noch einmal auftrieb.

Am Marathon Sonntag fiel dann endlich um 9:15 der Startschuss für 40.000 Läuferinnen und Läufer. Als Erster erreichte der Kenianer Eliud Kipchoge mit einer Zeit von 2:03:32 Stunden das Ziel. Chalachew landete als schnellster „Oma“-Läufer mit einer sagenhaften Zeit von 2:15:05 auf Platz 15. Das macht uns stolz und glücklich zugleich!

Auch die Ergebnisse der anderen „Oma“-Läufer sind sensationell und wurden mit großer Unterstützung der „Jede Oma zählt“-Fans an der Strecke erreicht. 172 „Oma“-Läuferinnen und Läufer kamen ins Ziel und haben somit die magische Zahl von 42,195 km geknackt! Die Euphorie jedes einzelnen Ergebnisses wurde mit dem kompletten „Oma“-Team geteilt und natürlich ordentlich gefeiert. Durch persönliche Bestzeiten, Marathon-Premieren, berührende „Ich laufe den Marathon für…“-Geschichten bis hin zu einem Heiratsantrag im Ziel – ist das „Oma“-Team an diesem Wochenende durch das Projekt BMW Berlin Marathon 2017 zusammengewachsen.

VIELEN DANK an alle Läuferinnen und Läufer, die unsere Botschaft in die Welt hinausgetragen haben und gemeinsam mit ihren Spenderinnen und Spendern einen bedeutsamen Beitrag für die Kampagne „Jede Oma zählt“ und somit für unsere Großmütter/Enkel-Projekte geleistet haben! Wir freuen uns sehr auf das Jahr 2018, wenn wir wieder gemeinsam an der Startlinie stehen wollen und es wieder heißt „Wir laufen für „Jede Oma zählt!“

Alle Fotos gibt es in unserer Bildergalerie.

Think Headwear. Think Beechfield. – “Jede Oma zählt”-Cap!

Mit einem großen DANKESCHÖN an unseren Marathon-Läufer Christian Mauser, der für den Entwurf unserer neuen „Jede Oma zählt“-Cap von Beechfield verantwortlich ist, möchten wir sie euch jetzt vorstellen und die Möglichkeit bieten, sie über diese Online-Spenden-Box direkt zu bestellen. Alle weiteren Informationen findet ihr ebenfalls in der Box. Wir freuen uns, wenn sie euch gefällt!

3,2,1 … nur noch ein paar Tage bis zum 44. BMW-Berlin Marathon 2017 – Hier alle Infos für euch!

Vorab ein ganz großes DANKESCHÖN an euch und eure Unterstützer, dass ihr mit so viel Leidenschaft und Solidarität für den guten Zweck am 24.09.2017 in Berlin an den Start geht!

Hier nun  Informationen rund um den Berlin Marathon. Falls es Fragen oder Anregungen gibt, meldet euch gerne  unter laufen@helpage.de oder Telefon  0541-5805404.

Vorbereitung:

  1. Leihchip

Alle Berlin-Starter, die einen Leih-Chip für den Berlin Marathon bei HelpAge bestellt haben, zahlen bitte die Leihgebühr von 6 € auf ihre eigene Online-Spenden-Box ein.

Der Leihchip muss nach dem Marathon direkt vor Ort zurückgegeben werden. Die Chip-Rücknahmestellen befinden sich an sechs verschiedenen Positionen im Zielbereich und sind bis ca. 16:30 Uhr geöffnet. Wird der Miet-Chip NICHT bis 16:30 Uhr zurückgegeben, geht der Chip in den Besitz des Teilnehmers über und wird mit 25 € berechnet!

  1. „Jede Oma zählt“-Shirts

Die „Jede Oma zählt“-Shirt oder Singlets wurden inzwischen fast alle per Post an euch gesendet, es sei denn der Wohnort ist außerhalb Deutschlands und die Post würde nicht mehr ankommen. Diese Shirts werden wir bei allen HelpAge Treffen wie Frühstückslauf, Pasta-Essen und Foto-Termin am Bundeskanzleramt verteilen. Solltet ihr euer Shirt bis Montag, 18.09.2017 nicht bekommen haben, gebt uns bitte eine kurze Info, damit wir es in jedem Fall mit in Berlin haben.

  1. Oma-Cap

Think Headwear. Think Beechfield. – Jetzt mit “Jede Oma zählt”-Cap

Mit einem großen DANKESCHÖN an unseren Marathon-Läufer Christian Mauser, der für den Entwurf unserer neuen „Jede Oma zählt“-Cap von Beechfield verantwortlich ist, möchten wir sie euch jetzt und hier vorstellen. Unter http://www.die-omas.de/MeinLauf.html?cfd=bejl8 könnt ihr sie euch ansehen und bestellen. Wir bringen sie Euch dann direkt mit nach Berlin. Ist ein tolles Andenken an euren Lauf für „Jede Oma zählt“ oder auch ein Dankeschön für eure besten Spender!

  1. Abholung Startunterlagen / Startpass mitbringen

Alle Berlin-Starter haben von SCC Berlin Events einen Starter-Pass per Email erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, bitte sofort bei uns melden (laufen@helpage.de). Den Startpass bitte ausdrucken und zusammen mit deinem Ausweis auf der Marathon Messe (Messe in der STATION Berlin, Luckenwalder Str. 4-6, 10963 Berlin)  bis spätestens 23.09.2017 um 19 Uhr deine Startunterlagen abholen. Hier noch alle Öffnungszeiten:

Donnerstag, 21.09.2017:              14:00 – 20:00 Uhr

Freitag, 22.09.2016:                      11:00 – 20:00 Uhr

Samstag, 23.09.2016:                   09:00 – 19:00 Uhr

Bitte berücksichtige: Startunterlagen, die nicht während der Messe- Öffnungszeiten abgeholt werden, verfallen ausnahmslos und können zu KEINEM anderem Zeitpunkt abgeholt werden.

Samstag, 22.09.2017

  1. Frühstückslauf

Am Samstag um 9:30Uhr findet der alljährliche Frühstückslauf statt. Dieser umfasst 6 km vom Schloss Charlottenburg bis Olympiastadion (keine Möglichkeit von Kleidertransport od. Duschen!). Wir sind ab 9:00Uhr vor Ort (Schloss Charlottenburg) und freuen uns über jede „Oma“ die mitläuft. Bitte beachtet hierbei: Der Lauf ist kein Wettkampf, deshalb „Janz langsam“ 🙂 . Wir wollen dort gemeinsam als Gruppe laufen und treffen uns an der „Jede Oma zählt“ Beach-Flag.

  1. Pasta-Essen

Wie auch letztes Jahr, möchten wir euch herzlich zu einem gemeinsamen Marathon-Vorabend einladen um gemeinsam Pasta zu essen, sich kennen zu lernen, Marathontaktiken zu bereden, mehr über die Arbeit von HelpAge zu erfahren und der Ehrung vom „Oma“ Läufer des Jahres beizuwohnen. Anmeldung per Doodle ist erforderlich!

Das Pasta-Essen findet im Hotel Larat (Ollenhauerstraße 111, 13403 Berlin) um 18:30 Uhr statt. Wer daran teilnehmen möchte, trägt sich bitte in die Doodle Liste https://doodle.com/poll/nd5uecq75m243v2d ein. Bitte bis Mittwoch, 20.09.2017 eintragen. Bitte wählt aus den Menü-Optionen: Lasagne mit Fleischsoße oder Lasagne vegetarisch. Bitte habt Verständnis, dass wir nicht á la card bestellen können.

Für das Essen und die Raummiete müssen wir  10€ von euch kassieren. Die Zahlung erfolgt vor Ort. Getränke sind nicht im Preis enthalten und können individuell im Hotel Larat beim Essen geordert werden.

Sonntag, 23.09.2017

  1. Foto-Termin am Bundeskanzleramt

Am Sonntag vor dem Marathon möchten wir gerne ein Gruppenfoto mit allen Oma-Läufern machen. Bitte seid pünktlich um 07:50 Uhr am Bundeskanzleramt. Für den Termin haben wir max. 20Minuten eingeplant, sodass wir danach rechtzeitig zum Check-in und  Start gehen können und jeder seinen Startblock ohne Hektik erreichen kann.

Sonstiges:

  1. Detaillierter Ablaufplan für die „Oma“-Laufgruppe aus Osnabrück und Bewohner im Hotel Larat in Berlin

Hier gibt es einen detaillierten Zeitplan für das gesamte Wochenende. Für die Reisegruppe aus Osnabrück, die auch im Hotel Larat übernachten gibt es eine Version auch mit allen Frühstückszeiten, Abfahrtszeiten, Verbindungen etc. Für alle anderen gibt es einen kleineren Zeitplan mit den offiziellen Zeiten der Veranstaltungen. Die Programmpunkte sind selbstverständlich freiwillig und ein Angebot von uns, gemeinsam das Wochenende zu verbringen.

Planung Marathon-Wochenende HelpAge Deutschland e.V. – für alle

Planung Marathon-Wochenende HelpAge Deutschland e.V. – Reisegruppe Osnabrück

Alle offiziellen Informationen rund um den Marathon gibt es natürlich auf der Homepage des 44. BMW Berlin Marathon unter www.bmw-berlin-marathon.com

Wir freuen uns auf das erfolgreiche und spannende Wochenende mit Euch! 🙂

Lutz Hethey: Wiedersehen mit Aurelia in Tansania

„Ein paar Tage nach dem Berlin-Marathon habe ich die Möglichkeit Aurelia und alle anderen Großmütter aus unserem Projekt KwaWazee wieder zu treffen. Ich freue mich schon sehr auf die Reise, auf der mich unser Läufer des Jahres 2016 Andreas Landwehr begleiten wird.

Während der Projektreise werden wir uns die erfolgreiche Entwicklung des Projektes anschauen und über den zukünftigen Ausbau der Förderung sprechen. Dazu gehören auch Gespräche mit den Großmüttern und Enkeln, sowie Foto- und Filmmaterial für unsere neue Ausstellung  „Stille Heldinnen – gemeinsam Verantwortung tragen“ zu sammeln. Diese neue Ausstellung, die von Engagement Global (EG) und der Deutschen Bundesumweltstiftung (DBU) finanziert wird, bezieht sich auf die von der UN mit starker Beteiligung  der Deutschen Bundesregierung beschlossenen Agenda-2030. Die immer häufiger zitierten SDGs (Sustainable Developement Goals oder Nachhaltige Entwicklungsziele) sind wichtige Bausteine der Agenda-2030. HelpAge ist sehr stolz auf die Förderung dieser Ausstellung und wer mehr drüber wissen möchte, kann das hier nachlesen.“

Es ist offiziell: „Jede Oma zählt“ wieder Charity-Partner beim Berliner Halbmarathon

Am 08. April 2018 sind wir zum zweiten Mal offizieller Charity-Partner vom Berliner Halbmarathon. Nach dem großen Erfolg aus der diesjährigen Zusammenarbeit hat sich unser Ticketkontingent sogar verdoppelt und so können wir mit 100 LäuferInnen an den Start gehen! Ab dem 01.12.2017 könnt ihr euch unter www.die-omas.de registrieren und Eure Fundraisingbox für den Lauf starten. Ihr wollt wissen, wie der letzte Halbmarathon für die Omas gelaufen ist? Den Bericht zum Nachlesen gibt es hier: http://www.die-omas.de/blog/21-km-durch-die-hauptstadt-fuer-die-omas/

Fotograf Konrad Stöhr besucht unsere Projekte in Äthiopien

Seit 2013 begleitet uns der Fotograf Konrad Stöhr regelmäßig auf vielen Veranstaltungen, so z.B. auch beim Berlin Marathon und hält viele (Lauf-)Momente in atemberaubenden Bildern fest.

In diesem Monat ist Konrad nach Äthiopien geflogen und besuchte unsere Projekte vor Ort. Wir freuen uns sehr über die authentischen Bilder, die das Leben, die Situationen und die Menschen vor Ort widerspiegeln.

Hier berichtet Konrad über seine spannende Reise:

„Meine Reise nach Äthiopien war ein echtes Abenteuer und das von Anfang an.

Das Visum kam, nur mit ganz viel Glück und viel Energie, erst drei Tage vor Abflug an. Die Impfungen, die ich bekommen sollte, konnten aufgrund eines Infektes erst fünf Tage vor Äthiopien gespritzt werden…

Ich war mir bis drei Tage vor dem Abflug tatsächlich noch nicht sicher, ob ich überhaupt fliegen kann und dann hat doch alles geklappt.

In Äthiopiens Hauptstadt angekommen, hatte ich erst einmal zwei Tage im Hotel, um mich an alles Neue (Sprache, Essen, Kultur und 2600m ü.n.N.) zu gewöhnen. Am Montag dem 04.09.2017 ging es dann richtig los.

Generell bestand die Reise aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen, die aber beide mit HelpAge zu tun haben.

Die erste Woche bestand aus Projektbesuchen.

Im dem von HelpAge Deutschland geförderten Projekt „Hospiz Ethiopia“ habe ich drei Patienten kennengelernt, die an HIV und Krebs leiden und vom Hospiz durch Medikamente, kleine finanzielle Zuwendungen und mit einem offenem Ohr unterstützt werden. Mich hat sehr erschrocken, in wie kleinen und dunklen „Buden“ die Menschen dort leben und wie viel älter die Menschen aussehen, als sie wirklich sind.

Im 5 Stunden von Addis entfernten, bergigen und landschaftlichen wunderschönen, Zeway hat mir ein Mitarbeiter von HelpAge Ethiopia zwei Projekte gezeigt. Es ging mit dem Geländewagen und einem zwei stündigen Fußmarsch zu einem Brunnen, der  von HelpAge International gebaut wurde. Der zweistündige Fußmarsch war anstrengend, jetzt kann ich mir ganz ungefähr vorstellen, wie hart es ist vier Stunden mit Kanistern voller Wasser zu gehen. Trotzdem waren die Menschen glücklich, denn vor dem Brunnen gab es einfach kein sauberes Wasser. Im zweiten Projekt in Zeway haben mir Familien voller Stolz ihre Maisfelder präsentiert. HelpAge International gibt den Bauern hier Saatgut. Ein Feld, das ca. so groß ist wie 3 Fußballfelder kann hier eine 10-köpfige Familie ernähren. Voller Stolz hat eine Familie für mich einige Maiskolben über offenem Feuer gegrillt und mir zum Mittag serviert. Beeindruckend, dass Menschen, die so wenig haben, trotzdem fremde Gäste so gastfreundlich und großzügig empfangen!

Die zweite Hälfte der Reise drehte sich um das – auch in Äthiopien sehr beliebte -Thema „Laufen“!

Egal wo, wenn ich auf die Frage „What are you doing in Ethiopia?“ geantwortet habe „I am gonna meet some professional athletes“, merkte man direkt, wie stolz die Bevölkerung auf ihre Läufer ist!

Ich habe Chalachew Tiruneh und Tesfamariam Solomon getroffen, die ich beide für eine Fotogeschichte für die „Runnersworld“ begleitet habe. Während der Zeit war ich den beiden wirklich sehr nah, so habe ich zusammen mit Chalachew und Tesfamariam gegessen, war beim Training dabei und habe zusammen mit Tesfamariam in einem 120cm Bett unter einer Decke geschlafen. Näher geht es wirklich nicht. Das Leben der beiden in Addis ist sehr einfach und durch den Sport sehr anstrengend. Morgens um 6:00 Uhr fängt das erste Training an. Knallhart in einer 60-100 köpfigen Gruppe. Wer nicht mithält wird langfristig aussortiert. Nach dem Training gibt es erst mal Frühstück. Oft Pasta, das macht satt. Chalachew lebt in einer 10qm großen Wohnung. Plumsklo und kalte Dusche teilt er sich mit den Nachbarn. Stolz zeigt er mit seinen winzigen Röhrenfernseher. Der kann sogar schon Farbe. Laufen steht hier im Mittelpunkt. Schlafen, Essen, Laufen. Schlafen, Essen, Laufen….

Beide freuen sich total auf Berlin und wünschen den „OMA“-LäuferInnen noch eine gute Vorbereitung. Chalachews Ziel ist es eine 02:10-02:08 zu laufen, Tesfamariams Ziel ist auch unter  02:10 zu bleiben.

Ich freue mich ebenfalls auf Berlin und jetzt erstmal auf eine ruhige Zeit zuhause, die Reise hat ganz viele Eindrücke mit sich gebracht und mir wirklich gezeigt wie wichtig die Arbeit von HelpAge in Äthiopien ist und wie schon kleinere finanzielle Zuwendungen ganzen Familien neue Hoffnung geben können!“

Einen lesenswerten Artikel hat die Neue Osnabrücker Zeitung vor dem Abflug von Konrad Stöhr veröffentlicht, diesen findet ihr hier: https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/942001/mit-19-jahren-als-fotograf-aus-osnabrueck-nach-aethiopien

Erfolgreicher 2. Osnabrücker 6 h Lauf am 19.08.2017 am Rubbenbruchse

Nicht nur für die Einzelstarter, Staffeln und Tandemstarter war der 2. Osnabrücker 6 h Lauf ein voller Erfolg, sondern besonders für die Hungerhilfe in Ostafrika und die Großmütter/Enkel-Projekte im südlichen Afrika, denn HelpAge Deutschland  konnte durch die Startgelder beim Laufevent am 19. August 2017 den Spendenbetrag von 6000 €  einnehmen. Deshalb gilt der besondere Dank allen LäuferInnen, die zu dieser großartigen Summe beigetragen haben, aber auch den vielen ehrenamtlichen HelferInnen, die für das Gelingen der Veranstaltung verantwortlich waren. Diese sorgten nicht nur für den Auf- und Abbau, Anmeldung, Verpflegung und Zeitmessung, sondern einige ließen es sich nicht nehmen und liefen noch mal eben bis zu 30 km beim 6 h Lauf mit. Hochachtung!

Die läuferischen Ergebnisse lassen ebenfalls aufhorchen, denn bei den Einzelstartern belegte der Vorjahressieger Christof Marquardt mit einem neuen Streckenrekord von sagenhaften 81,776 km den ersten Platz bei den Herren, gefolgt von Jereon Renes auf Platz 2 und Daniel Pugge auf dem dritten Rang. Bei den Frauen ließ sich mit 57,129 km Nina Wolters auf dem ersten Platz feiern. Platz zwei und drei belegten Gisela Hörnschemeyer und Andrea Parno.

Bei den Staffeln gab es folgendes Ranking:

  1. Platz Team Lokomotive Nettetal mit 82,295 km
  2. Platz Das Garbsen Trio mit 69,402 km
  3. Platz Team Rocket der Akademie Überlingen mit 63,618 km

Und bei den Tandem- Startern (2 Personen laufen jeden Kilometer zusammen):

  1. Platz Team Fransi mit 71,262 km
  2. Platz Team Schwarz mit 18,66 km

Allen TeilnehmerInnen herzlichen Glückwunsch zu den erfolgreichen Ergebnissen und wir sehen uns hoffentlich beim 3. Osnabrücker 6 h Lauf in 2018 wieder!

Solidaritätslauf „Gemeinsam für Integration“

Am 18. August konnten wir gemeinsam mit dem Rosenhof Osnabrück durch unseren Solidaritätslauf ein Zeichen für Solidarität mit den Geflüchteten in Osnabrück setzen.

Mit mehr als 50 Läuferinnen und Läufern (darunter auch 20 Geflüchtete) starteten wir  um 19 Uhr am Cafe Bistro am Rubbenbruchsee. Von dort ging es gemeinsam zur Flüchtlingsunterkunft an der Landwehrstraße. Bei super Stimmung und toller Gastfreundlichkeit erwarteten uns die Bewohner der Unterkunft mit einer Verpflegungsstelle, an der auch ein  reger Austausch stattfinden konnte. Die Bewohner der Unterkunft konnten den Osnabrücker Besucherinnen und Besuchern über ihre Situation und ihren Alltag in der Unterkunft erzählen und es war möglich diese zu besichtigen. Anschließend sind wir gemeinsam zum Rubbenbruchsee zurück gelaufen. Die Streckenlänge hat insgesamt 4,8 km betragen. Das Startgeld in Form einer Spende von 5 € wird für die HelpAge Projekte „Hungerhilfe Ostafrika“ und „Laufende Integration“ verwendet. Läufer mit Fluchthintergrund mussten selbstverständlich keine Startspende bezahlen.

HelpAge möchte sich besonders bei Rüdiger Scholz, Geschäftsführer des Rosenhofes Osnabrück bedanken, der sich für diese wunderbare Begegnungsmöglichkeit eingesetzt und besonders stark engagiert hat. Und natürlich beim Solidaritätslauf mit dabei gewesen ist!