Hungerkrise in Ostafrika

Durch anhaltende Trockenheit und Dürre droht Ostafrika eine der schwersten Hungersnöte der vergangenen Jahre. Die Lage spitzt sich vor allem in Somalia, Kenia, Südsudan und Äthiopien dramatisch zu.

„In Äthiopien war die letzte Regenzeit im Oktober 2016 komplett ausgefallen. Das hat zu einer verheerenden Dürre, besonders im Süden des Landes, geführt. An vielen Orten sieht man notdürftig aufgestellte Hütten von Menschen die aus anderen Gegenden kommen. Sie haben bereits ihr Vieh und damit jegliche Lebensgrundlage verloren“, berichtet Kerstin Zippel, Referentin bei HelpAge Deutschland, die erst im Dezember in Äthiopien war. Dort benötigen derzeit 5,6 Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfe und 9,2 Millionen Menschen Trinkwasser. HelpAge Deutschland ist bereits seit mehreren Jahren im Süden des Landes aktiv, stärkt dort besonders alte, hilfsbedürftige Menschen mit Maßnahmen in der Gesundheitsversorgung und Schaffung von Einkommensmöglichkeiten.

Für Teile des Südsudan haben die Vereinten Nationen eine Hungersnot ausgerufen – 7,5 Millionen Menschen benötigen dort dringend humanitäre Hilfe. HelpAge Deutschland unterstützt die Menschen im Südsudan bereits durch zwei vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Projekte im Bereich Ernährungssicherheit. Ziel ist, die schwierige Lebenssituation vieler älterer und vulnerabler Menschen zu verbessern und neue Grundlagen für eine verbesserte Ernährungssituation zu schaffen. Neben der Linderung der bestehenden Not werden die Menschen in ihrer Fähigkeit gestärkt, sich selbst zu helfen. „In der jetzigen Situation sind die Menschen in Ostafrika von einer akuten Hungersnot bedroht und sind auf kurzfristige Hilfe von außen angewiesen“, warnt Timm Büchner, Referent bei HelpAge Deutschland.

Die Osnabrücker Hilfsorganisation ruft deshalb zusammen mit ihren Bündnispartnern der Aktion Deutschland Hilft dringend zu Spenden auf, um überlebenswichtige Hilfe im Osten Afrikas leisten zu können. „Jede Unterstützung ist herzlich willkommen“, so Büchner, „wir hoffen, dass die Menschen trotz der Vielzahl der Krisen und Kriege in der Welt, die Menschen in den Dürregebieten nicht vergessen“.

Ali Issack- Dadaab camp

 

 

 

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