Spiekeroogwochenende mit Jede Oma zählt – Bleifrei

Freitagmittag, Neuharlingersiel, Mole. Wo ist der Container für unser Gepäck, beachflag, roll ups und Infomaterial? Zwei Worte bringen den Packer auf Trapp: Moritz Berg. Mit friesischer Gelassenheit bringt uns der Packer den Rollcontainer – von Moritz B. für uns geordert. Wir sind zu elft. Das Ticket nur für zehn. Was hilft? Ein Name – Moritz Berg. Wir dürfen alle an Deck.

Foto4

(c) Foto – Dirk Friederich

Spiekeroog, Hafen. Wohin mit unserem Container? Erst zur Kogge, dem Start- und Zielgebiet, dann zum Zeltplatz – klar, wird gemacht. Ist ja alles abgesprochen – mit Moritz Berg.

Drei Kilometer Fußweg zum Zeltplatz. Wunderbar gelegen in den Dünen. Keine Wohnmobile, keine Wohnwagen, aber auch kein Baum, kein Schatten. Ein schriller Kiosk, mit Lars, Berliner, SO 36 Shirt. Kaffee 2 €, refill 1 €, dann spart er den Abwasch. Zelt aufbauen, kurze Pause, ins Dorf.

Foto

(c) Foto – Dirk Friederich

Wir treffen ihn, den Sesam öffne Dich, den Veranstaltungsmanager der Insel: Moritz Berg. Kurze Besprechung der nächsten Tage, zusammen mit Maxie, Sportstudentin und verantwortlich für das Sportprogramm der Insel.

Auf dem Rückweg ins Laramie (http://www.oldlaramie.de/), genauso skurril wie der Zeltplatzkiosk. Und: Abends kein Essen – wie soll ich das schaffen, wenn alle zu trinken haben wollen? Klar? Klar.

Dirk-Friederich-Spiekeroog2014-1001316

(c) Foto – Dirk Friederich

Sonnabend. Auf dem Weg zum Probelauf treffen wir die Neuankömmlinge. Die Armen müssen ihr Gepäck selbst tragen. Aber auch uns läuft bald der Schweiß in Strömen. Probelauf mit Zettel verteilen. Blauer Himmel, stehende Luft, fast 30 Grad. Grausam.

Dirk-Friederich-Spiekeroog2014-1001349

(c) Foto – Dirk Friederich

Morgen drei Runden? 18 Kilometer? Oder besser nur 2 oder vielleicht auch nur eine? Nachmittags Strand, Baden, Strand, Baden, Strand, Baden, Essen in der Givtbude mit dem knurrigen Kellner, dem wir doch eine volle Hütte bescheren. Egal. Das Konzert im Kurpark, mit Lutz` Ansprache für morgen. Abends Laramie.

Eine flotte Brise rüttelt an den Zelten und verschafft den meisten eine unruhige Nacht. Improvisiertes Frühstück, Rucksäcke packen, Zelte abbauen, in den Container, bestellt von…

Dirk-Friederich-Spiekeroog2014-1001322

(c) Foto – Dirk Friederich

Und auf zum Start. Finisher-T-Shirts auspacken, Anmeldelisten, Startnummern ordnen. Großer Andrang, über 150 Starter, schon jetzt ein Erfolg. Begrüßung durch Moritz B., Lutz und Maxie, Startschuss und ab geht’s. Gegen den Wind. Wo der nicht ankommt, Backofenklima. Auf der Hälfte der Strecke eine Wasserstelle und bald geht es in den Ort zurück. In der Wertung für die erste Runde können wir Anne Diekmann als Zweite auf dem Treppchen platzieren. Unter den ganz Hartgesottenen, die drei Runden laufen, schafft Andreas Landwehr es auf den dritten Platz.

Dirk-Friederich-Spiekeroog2014-1001298

(c) Foto – Dirk Friederich

Abbau, Moritz B. und Maxie bedanken sic h, wir uns auch. Gerne würden sie uns im nächsten Jahr hier wiedersehen. Gepäck und HelpAge Equipment in den Container. Und ab, auf die Fähre. Oh je, das Gruppenticket ist irgendwo im Container, und wir hier an der Gangway. Aber was hilft? …… …. Genau.

Zermattultra mit Manfred bleifrei

2011 in 6:35 Stunden, jetzt 7:18 Stunden – kann man in drei Jahren so altern? Pro Jahr eine Viertelstunde verlieren?

Das sind die Eckdaten für den Zermattultra am Fuße des Matterhorns: 45,5 Kilometer, von St. Nikolaus, 1114 M ü. NN durch das Mattertal via Zermatt, 1650 M ü. NN, auf den Gornergrat, 3086 M ü. NN.  Insgesamt 2400 Meter hoch und 440 Meter runter.

P2220029Ganz hinten im Tal St. Nikolaus

St. Nikolaus liegt unter einer dicken Wolke, drückende Luft. Gleich die ersten Kilometer haben es in sich, so steil, dass es verkehrt wäre, hier schon alle Körner zu verpulvern. Über 7 Minuten brauche ich pro Kilometer, kriege nur ganz schwer Luft, frage mich, wie das weiter gehen soll. Sehen Sie auch WhatsApp Herunterladen. Bei Randa klärt sich der Himmel, ich finde überhaupt erst jetzt ein Verhältnis zu diesem Lauf. Die Strecke führt recht flach entlang der Matter Vispa, dann fünf Kilometer auf einem schmalen Trail über Stock und Stein bis Zermatt. Knochenbrecherstrecke, volle Konzentration ist gefragt.

In Zermatt ein paar hundert Meter Cityatmosphäre und ab in den Wald. Ein zehnprozentiger Anstieg von Kilometer 25 bis 32. In meiner Leistungsklasse läuft hier keiner mehr. Ich auch nicht. Bei Kilometer 34 dann die Schweizer Fahne, der Versorgungspunkt Sunegga.  Ich bin schon jetzt platt. Gott segne diesen Flecken! Es gibt Bouillon. Eine Labsal für den Magen. Ein paar hundert Meter bergab, aber wie! Knochenbrecherstrecke 2. Nach dem langen Anstieg eine Qual für die Beine. Ein Bergsee, es wird gegrillt – warum kann man sich nicht Zeit nehmen und dieses Idyll genießen? Weiter. Schon wieder bergauf. Da oben laufen ja welche. Und noch eine Serpentine weiter ja auch. Und noch eine auch. Beneidenswert, aber nach zwanzig Minuten bin ich auch da oben und die da unten denken jetzt das Gleiche, wie ich eben.

Steil abwärts, Sehnen und Muskeln protestieren, Knochenbrecherstrecke 3. Dann flach, durch das riesige, graue Bett des ehemaligen Findelgletschers. Eine bizarre, unwirtliche Mondlandschaft. Ein paar Planken über den Findelbach, der sich hier einen Weg ins Tal sucht.

P2240117Blick von Zermatt aus auf die Riffelalm, dahinter dann der Riffelberg und dahinter noch der Gornergrat

 

Es folgt ein Waldstück, Wurzeln, Steine, Knochenbrecherstrecke 4, bis zur Riffelalm. Es geht leicht abwärts und tatsächlich kann ich wieder ein wenig Fahrt aufnehmen, bis es um eine Ecke geht und sich ein riesiges Rund auftut, an dessen Rand sich die Zahnradbahn langsam nach oben quält – und wir Läufer auch.

100_6456

Manche gehen rückwärts, manche machen alle paar Schritte Pause, ich brauche am steilsten Kilometer über 20 Minuten. Am RIffelberg ein Dudelsackspieler – ich rufe ihm zu: Loch Lomond, aber das schottische Lied hat er nicht drauf. Schade, der Refrain würde passen: You ´ll take the high road and I´ll take the low road.

Bei Kilometer 41,5 der Abzweig zum Ultra. Das Marathonzielgebiet ist zu sehen, es ficht mich nicht an. Wenn ich schon hier bin, dann jetzt auch alles mitnehmen. Ich bin schon fast bei der Zeit von 2011. Vier Kilometer und 500 Höhenmeter liegen noch vor mir. Eine Wolkenwand schiebt sich langsam den Berg hoch, die anderen Gipfel sind zum Teil schon verschwunden.

P2220035 P2220054

Im Tal die Gletscher, hier oben Steinwüste, Geröll, Felsen, Flechten, Schafe, eine Läuferin 100 Meter voraus, einer 50 Meter hinter mir. Mit der Platzierung tut sich hier nicht mehr viel, alle haben mit sich zu tun. Das Ziel an der Bahnstation Gornergrat ist zu sehen, erscheint greifbar nah und es dauert noch eine halbe Stunde bis ich dort bin.

P2220047

Medaille, Boullion, Rettungsfolie, Finishershirt.

Eine harte Nummer. Grausam und großartig.

P2230106Im Zielgebiet, unten am Riffelberg

 

Nachtmarathon Marburg – Gerrit Lauber

Man muss wohl schon etwas verrückt sein, wenn man während des 1/4 Finales, in der Abendschwüle einen Halbmarathon läuft. Ja und nein… Das Wetter, na ja, ziemlich belastend, zugegeben, mir war es zwischen km 8 und 16 ganz schön schlecht, aber Guten Mutes am Start in "Oma" Outfit.abbrechen? Irgendwie kann ich das nicht. Aber, dass es ein Riesen Spaß sein würde, während eines Spiels unserer Jungs zu laufen, hätte ich mir nie träumen lassen. Die erste Halbzeit konnten wir noch auf diversen Leinwänden auf dem Weg zum Start auf Marburgs wunderschönem, historischen Marktplatz verfolgen, aber was während des Laufes zu unserer Information von Anwohnern gerockt wurde, war einfach toll. Es wurden uns Spielzüge zugerufen, es hingen Zettel mit dem Ergebnis an Zäunen oder es stand mit Kreide auf den Boden geschrieben, Kinder riefen uns zu, wie’s steht und als der Schlusspfiff kam, ging ein Toben und Lärmen durch die Stadt – Jogis Jungs und wir, hatten es geschafft! IMG_9374Geschafft :-) Fazit: man kann auch beim Laufen mit Spaß an der WM teilhaben :-) UUUUUnd: ich wurde auf mein “Oma” Shirt angesprochen – thumb up! Irgendwie müssen die Kilometer für Berlin ja gesammelt werden ;-) IMG_9367

Spiekeroog-Vorbereitungsreise – Lutz Hethey

 

IMG_1680

Laufstrecke – Kilometer 3

Unser Spiekeroog-Lauf rückt immer näher und letzte Woche sind Heinz und ich auf die Insel gefahren, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Ich habe mich sehr gefreut, dass Heinz mitgefahren ist und bin schon ganz gespannt auf seinen Inselbericht!IMG_1658

 

IMG_1666

Willkommen bei den “Omas”!

Wir haben uns den Zeltplatz angeguckt und schon mal eine wunderschöne Stelle für die „Omas“ reserviert (s. Foto)! Die Sportabteilung der Insel übernimmt die Organisation vor Ort und Maxie, Anika und Charlotte sind sehr engagiert und freuen sich schon auf uns.

Von der Fähre sind es etwa 3 km bis zum Zeltplatz. Eine angenehme warming up Strecke für das Wochenende.  Am Samstagabend um 17:00 Uhr treffen wir uns mit dem Sportteam, markieren die Strecke und laufen schon mal die erste Inselumrundung. Ab 19:00 Uhr wird es ein großes Kurkonzert geben, wo wir die Gelegenheit haben, uns bei den Inselbesuchern vorzustellen und für unseren Benefizlauf zu werben.

Sonntag geht es dann um 11:00 Uhr vor dem Haus des IMG_1678Gastes los! Die Teilnehmer dürfen eine, zwei oder drei Runden drehen. Anschließend ist gemeinsames Wellenreiten oder Surfen mit Katja vorgesehen, bevor es dann um 16:30 Uhr zurück nach Hause geht. Wer bis Montag bleiben möchte, kann dies gern tun.

Der Lauf kostet 10,- Euro, Fähre und Zeltplatz sind kostenlos.

Der Plan: Marathon-Vorbereitung 2014 – Andrea, Lutz M. und Heinz

Liebe Omas,

viele von uns starten im Herbst in Münster oder Berlin.

Um auch tatsächlich “den Arsch hochzukriegen”, haben sich Andrea, Lutz M. und ich  hingesetzt und eine Planung unserer langen Läufe, der traditionellen LSD-Läufe und einiger anderer Laufevents aufgestellt.

Der Plan… (einfach anklicken dann wird das Bild/der Plan größer!)

der Plan

Wir werden versuchen, uns an diese Planung zu halten.Es wäre eine große zusätzliche Motivation, wenn sich die eine oder andere Oma gelegentlich uns anschließen oder sogar die Vorbereitung gemeinsam mit uns bestreiten würde. Das gilt natürlich auch für Omas, die keinen Herbstmarathon laufen wollen.

Dann mal los Ihr Omas……. jetzt vorbereiten…..

DSC_9858

einige, viele Omas beim Rubbenbruchsee-Lauf “Keiner ist schneller als die Omas!” in Osnabrück

Einige Zeiten sind noch nicht verplant, weil durch Urlaub (“Trainingslager” im August, 1.Sept.-Wochenende) nur einer von uns da ist. Der wird dann hoffentlich auch Laufpartner finden, um nicht allein laufen zu müssen. Wie Ihr es von den LSD-Läufen gewohnt seid, werden wir natürlich einige Tage vorher auch die langen Vorbereitungsläufe nochmals ankündigen.

Liebe Grüße aus dem Schinkel

Andrea, Lutz M. und Heinz