15 Omas in Berlin — Reinhard Rehkamp

15 „Omas“ sind in diesem Jahr den 40. BMW Berlin-Marathon gelaufen. Bei kühlem aber sonnigem Spätsommerwetter ging es am Sonntagmorgen um 8.45 Uhr an den Start. Mit dabei waren 37.430 Läufer und Power Walker aus 119 Nationen(41.120 hatten sich angemeldet), 178 Handbiker und 18 Rollstuhlfahrer. 36.544 können sich jetzt als Finisher bezeichnen. Den Startschuss für das Rennen gab Haile Gebrselassie, Sieger des Marathons von 2006, 2007, 2008 und 2009, wobei Gebrselassie 2007 und 2008 Weltrekordzeit lief. Diesmal erfüllte sich der Kenianer Wilson Kipsang in Berlin seinen doppelten Traum. Er gewann den Marathon und schaffte einen neuen Weltrekord in 2:03:23 Stunden. Die alte Bestmarke seines Landmanns Patrick Makau – aufgestellt ebenfalls in Berlin – aus dem Jahr 2011 unterbot Kipsang damit gleich um 15 Sekunden. Rund 5.900 Helfer/innen trugen mit dazu bei, dass 1.000.000 Trinkbecher, 272.000 Sicherheitsnadeln, 240.000 Liter Wasser, 145.000 Bananen, 90.000 Programmhefte, 80.000 Kekse, 45.000 Äpfel, 40.500 Schwämme, 10.000 Joghurtdrinks und 2.780 Kilogramm Medaillen verteilt wurden.

Die „Omas“ waren wie im vergangenen Jahr im Aletto-Hotel im Bezirk Schöneberg untergebracht. An- und Abreise der meisten von ihnen erfolgte in diesem Jahr mit der Deutschen Bundesbahn, was für die geschundenen Knochen auf der Heimreise sehr von Vorteil war. Die meisten von uns waren mit ihren sportlichen Leistungen sehr zufrieden, da einige ihre Vorjahreszeit deutlich

Andrea feiert ihre Bestzeit - in der Beachbar am Spreeuer

Andrea feiert ihre Bestzeit – in der Beachbar am Spreeuer

verbesserten. Trotz der großen Läuferschar fielen die Oma-Läufer doch immer noch wieder auf und wurden während des Laufes nach dem Sinn ihrer Laufshirt-Werbung befragt, was natürlich gerne und mit Stolz trotz der Laufanstrengungen beantwortet wurde und ihnen damit viel Sympathie einbrachte.
Als Jede Oma zählt-Läufer outeten sich in diesem Jahr
Winfried Beckmann, Frank Bockbreder, Siegfried Große Sextro, Andrea und Heinz Hagen, Lutz Hethey, Dr. Christoph Katz, Hannes Meyer-ten Thoren, Lutz Molitor, Stefan Nicolaus, Reinhard Rehkamp, Stephan Robben, Christoph und Jan-Hendrik Steffan sowie Oliver Weisemöller.

Sehr angetan waren alle von der tollen Stimmung und guten „Chemie“ innerhalb unserer Laufgruppe. Dies zeigte sich auch bei den gemeinsamen Veranstaltungen, wie zum Beispiel beim Pasta Essen am Abend vor dem Start, als wir uns in der ältesten Pizzeria Berlins einfanden. Ein besonderer Dank gilt den Familienangehörigen, die in der Vorbereitungsphase auf Berlin viel Verständnis für den notwendigen Zeitaufwand mitbrachten als auch in Berlin sich an der Laufstrecke unterstützend bemerkbar machten. Wir können auf jeden Fall behaupten, den späteren Sieger zu seinem Weltrekord vor uns her getrieben zu haben.

 

Berlin, 30. September 2013 – Jan-Hendrik Steffan

Bild27Mit dem Gefühl meinem Körper nichts Gutes getan zu haben wache ich in meiner Unterkunft auf und taste nach meinen Beinen. Kein taubes Gefühl wie im letzten Jahr, kein ächzender Schmerz beim Versuch aufzustehen. Ein Lächeln huscht mir über das Gesicht. „Wahnsinn!“, denke ich mir und lasse mich zurück ins Bett fallen. Während ich die flimmernden Sonnenstrahlen dieses jungen Tages an der mir gegenüberliegenden Wand beobachte wandern meine Gedanken zurück zum gestrigen Tag. Meine Güte war ich kaputt als ich endlich im Ziel war! Und diese Schmerzen bei km 40….Eigentlich war es doch bis km 38 ein ganz entspannter Lauf, und von der Stadt hab ich viel gesehen!  Zu Essen und Trinken gabs ja auch genug.
Diese Euphorie auf den ersten Kilometern und auch am Start….unbeschreiblich! Aber der Weg zum Start war wieder rattenkalt! Und wie war – jetzt mal im Nachhinein betrachtet – eigentlich meine Vorbereitung?
Als ich merke, dass ich dann doch zu weit abschweife, schmeiße ich mich kurzerhand aus dem Bett. Der Tag will ja genutzt werden! Und wie ich so meine Schuhe schnüre fällt mir auf, dass mir die Medaille noch um den Hals baumelt…. Meine Zweite, jetzt fehlen nur noch acht um in Hannes‘ Club zu kommen
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