„Jede Oma zählt“ – Läufer/innen mit Flüchtlingen unterwegs

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Die „Jede Oma zählt“ Laufgruppe von HelpAge Deutschland e.V. möchte in Osnabrück ansässige Flüchtlinge mit in ihr Lauftraining integrieren.

Ein erstes Kennenlernen mit Flüchtlingen aus der Unterkunft an der Landwehrstraße wurde durch Mechthild und Andreas Landwehr möglich gemacht und am 13.10.2015 wurden dann gleich die ersten Runden um den Rubbenbruchsee in Osnabrück gedreht. Insgesamt 10 Flüchtlinge aus Herkunftsländern wie Sudan und Eritrea nahmen das Angebot gerne an und wurden von 7 „Oma“-Läufern begleitet. Überrascht zeigten sich die „Omas“ über das Tempo, das die Flüchtlinge zum Teil auf den insgesamt 3 Runden um den See bewiesen. Am kommenden Donnerstag 15.10.2015 wird das Training fortgesetzt und wir laden alle interessierten Läufer/innen ein, uns zu begleiten. Treffpunkt ist das Bistro am Rubbenbruchsee um 18:15 Uhr.

Bereits am 18.10.2015 werden uns einige von den Flüchtlingen zum City-Lauf über 10.000 m nach Oldenburg begleiten, um dort im „Oma“ Shirt an den Start zu gehen.

10 Jahre HelpAge Deutschland – Die große Benefizgala

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Unsere Benefizgala zum 10-jährigen bestehen von HelpAge Deutschland war ein voller Erfolg. „In unserer Stadt gibt es so viele Menschen, die sich engagieren möchten und ich finde es toll, dass HelpAge dazu die Möglichkeit gibt.“, schwärmt zu Anfang Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und nimmt dabei nicht zuletzt auf unsere Läuferinnen und Läufer vom Berlin Marathon Bezug. Jan Fitschen war extra mit Frau und Baby angereist um die „Oma“-Läufer zu unterstützen.

„Jede Oma zählt“ – Schirmherrin Hannelore Hoger las aus Siegfried Lenz‘ „Der Geist der Mirabelle“. Die humorvoll-makabren Kurzgeschichten aus dem Dorf Bollerup begeisterten sichtlich und hörbar das Publikum. Begleitet wurde Hannelore Hoger von den Osnabrücker Comedian Harmonists, welche die Klassiker des Chores wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ und „Veronika der Lenz ist da“ arrangiert von Franz Wittenbrink aufführten.

Zuletzt traten MozuluArt gemeinsam mit einem Streichquartett der Wiener Symphoniker auf. Die Verbindung von Mozart und Zulumusik führte das Publikum in ganz neue Klangwelten ein – es hat sicherlich die „Zauberflöte“ noch nie so rhythmisch erlebt! „Ho wo wo sizohamba naye, namhla wenjabulo sizohamba naye“, sangen MozuluArt, was übersetzt „Gott ist mit uns in guten und in schlechten Zeiten“ bedeutet. Höhen und Tiefen aber auch wir,  HelpAge Deutschland, in unserem 10-jährigen Bestehen verzeichnen können. So wurden am Gala-Abend zwar die Erfolge der entwicklungspolitischen Organisation mit Schwerpunkt alter Menschen gefeiert, doch auch auf die anstehenden Herausforderungen eingegangen. „60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, die große Mehrheit von ihnen in ihren Heimatländern oder Nachbarstaaten.“, erinnert  Michael Bünte. „Im Libanon setzen wir uns für alte syrische Flüchtlinge ein und sichern ihre Gesundheitsversorgung. Aber auch in der Ukraine und im Südsudan sind wir tätig und geben dort den alten Menschen Zukunftsperspektiven.“ Nach dem Auftritt von MozuluArt gab es Standing Ovations, ein gebührender Abschluss unserer erfolgreichen Benefizgala.

Wettbewerb mit Elite-Läufern am EMA-Gymnasium

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Unsere Elite-Läufer Yenealem Buli und Chalachew Tiruneh präsentierten sich am Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium in der Dodesheide als hervorragende Botschafter des afrikanischen Kontinents, ihrer Sportart und natürlich unserer „Jede Oma zählt“- Kampagne.

Beide sind trotz ihrer gelaufenen Bestzeiten immer noch von zu erreichenden Olympianorm in Äthiopien entfernt. Bei den Männern steht die Norm bei 2:05 Stunden, die Frauen müssen eine Zeit von 2:20 Stunden laufen. Da staunten nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern Lutz und Mathias. Die Schüler fragten dann unter anderem nach dem Essen und Trinken der beiden Läufer. Spaghetti mit Tomatensoße ist das Lieblingsgericht der beiden, sportlergerecht eben. Sechs Liter Wasser ist der tägliche Flüssigkeitsbedarf. Das wöchentliche Trainingspensum beläuft sich auf unglaubliche 250 Kilometer, 35 Kilometer täglich und das auch noch querfeldein.

Später zeigten Yenealem und Chalachew was sie drauf haben bei einem organisierten Wettbewerb mit den Schülern. Dabei forderten vier Schuljahrgangsstaffeln (je 50 Schüler sprinteten mit großem Ehrgeiz 200 Meter) die beiden Läufer heraus, die ihrerseits jeweils einen Zehnkilometer-Trainingslauf absolvierten. Am Ende brachte Theo Kötter den Staffelstab für die achten Klassen nach 30:27 Minuten als Erster ins Ziel. Tiruneh (32:10 min.) und Buli (34:20) folgten lautstark angefeuert von den Schülern mit etwas Abstand.

Vor dem Rennen hatte das EMA uns für „Jede Oma zählt“ einen Spendenscheck in Höhe von 1800 Euro übergeben. Die Schülervertretung war durch die Klassen gegangen, der Betrag von knapp 500 Euro wurde von Schulleiter Hartmut Bruns mit Geldern aus dem Deutschen Schulpreis aufgestockt. „Ein toller Nachmittag, ein absolutes Highlight für unsere Schule“, fand nicht nur EMA Sport-Fachleiterin Andrea Harig.

Für die Omas durch Berlin – ein Laufreport von Eckhard Herwig

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Hallo Freunde des Laufsports,

nach dem Rennsteig-SM hatte ich mir als Highlight für das 2. Halbjahr 2015 noch einmal einen Angriff auf meine bisherige Bestzeit vom Münster Marathon im September 2012 vorgenommen. Dafür hatte ich zu-nächst Dresden oder Oldenburg in die engere Wahl genommen, aber an einen Lauf auf der Hochgeschwin-digkeitsstrecke in Berlin hatte ich dabei wg. des besonderen Anmelde- und Verlosungsverfahrens für die Startplätze gar nicht gedacht. Das änderte sich jedoch, als Maria Stuckenberg mich Ende Juni fragte, ob ich nicht als Spendenläufer beim Marathon in Berlin für die Kampagne „Jede Oma zählt“ von HelpAge Deutsch-land laufen möchte. Damit werden im südlichen Afrika die Großeltern unterstützt, die sich nach dem AIDS-Tod der Eltern um ihre verwaisten Enkelkinder kümmern. Eine gute Sache, und entsprechend ist es fast schon ein bisschen peinlich, dass ich auf die Idee, den Marathon mit einem Einsatz für einen guten Zweck zu kombinieren, nicht schon viel eher gekommen war. Ich registrierte mich also als „Oma-Läufer“, rührte im Bekanntenkreis sowie bei den Arbeitskollegen ein bisschen die Werbetrommel und richtete meine Marathonvorbereitung in Anlehnung an den Greif-CD auf den 27. September 2015 aus…

Berlin Marathon 2015 ( bitte hier klicken um den kompletten Bericht zu lesen)

Berlin-Marathon: Olympiasieger und Eliteläufer unterstützen „Jede Oma zählt“

KSF_5794Kein neuer Weltrekord, dafür war aber der 42. BMW-Berlin-Marathon für die meisten Läuferinnen und Läufer ein Bilderbuch-Lauf: bei strahlendem Wetter haben rund 40.000 Laufbegeisterte die Straßen der Hauptstadt unsicher gemacht. Der Kommentator und ehemaliger Olympiasieger Dieter Baumann schwärmte über uns: Das ist eine ganz großartige Initiative, bei der 100 Läuferinnen und Läufer heute unterwegs sind, um es diesen älteren Damen zu ermöglichen, diese Waisenkinder großzuziehen“,

Unsere Spitzen-„Omas“ die 27-jährige Yenealem Ayano Buli und der 25-jährige Chalachew Asmamaw Tiruneh gingen mit hohen Ansprüchen an ihren Lauf. Ihr Lauf war aber nicht nur ihrer Laufkarriere, sondern auch dem Projekt in ihrem Land gewidmet. Leider musste die Buli das Rennen vorzeitig abbrechen. Tiruneh ist jedoch ist seine Bestzeit gelaufen und mit 2:11:54h ins Ziel gekommen. „Heute konnte ich mich zum ersten Mal mit der Weltklasse der Läufer messen und freue mich, dabei den 11. Platz belegt zu haben! Schade ist, dass ich nicht auf mein anvisiertes Ziel gekommen bin, aber ich bin doch sehr zufrieden“, erzählt Tiruneh mit einem erschöpften Lächeln.

Der älteste Unterstützer von „Jede Oma zählt“ war der 73-jährige Günter Hallas – der erste Sieger des Berlin-Marathons im Jahre 1974! Bei seinem 37. Antritt an dem Hauptstadt-Marathon lief auch er für die gute Sache. Nach vier Stunden und 17 Minuten erreichte er das ihm wohlbekannte Ziel. All der Schweiß, Schmerz und Muskelkater haben sich auf jeden Fall gelohnt: über 50.000 € hat die Aktion an Spenden eingenommen!

Ein Rückblick auf den 14. Volksbank Münster Marathon vom 06.09.2015

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Der Blick Sonntagmorgen aus dem Fenster war viel versprechend, denn der Himmel zeigte schon Blau-Anteile und tatsächlich, es sollte ein großartiger Tag werden.

Auf dem Schlossplatz nahe dem Start konnten wir unsere „Jede Oma zählt“ Beach-Flag in Position bringen, denn wir hatten dort alle „Oma“- Läufer/innen zum Gruppen-Foto geladen.

Die Temperaturen waren noch recht kühl, als wir uns zum Foto in den Lauf-Shirts präsentierten und die warmen und schützenden Jacken verließen. Anschließend letzter Gang zur Toilette und dann war es schon so weit, denn um 9 Uhr erfolgte der Startschuss für den Marathon. 10 „Omas“ waren auf dieser Distanz gemeldet, um für die Großmütter und ihre Enkel im südlichen Afrika mal wieder alles zu geben! Schnellste „Oma“ war erwartungsgemäß Christian Vogt, der mit einer Zeit von 2:52:28 nicht nur gesamt 37.ter wurde und in seiner Altersklasse siegte, sondern auch für die Großmütter/Enkel-Projekte auf seiner Spenden-Box insgesamt über 1000 € gesammelt hat.

Um 9:15 Uhr waren dann die Staffeln am Start gefragt. Die insgesamt 7 „Jede Oma zählt“-Teams (=28 Läufer/innen) bestiegen die Busse und ließen sich an die Staffel-Wechselpunkte am Aasee, nach Nienberge und nach Roxel bringen. Besondere Beachtung wurde beim Staffel-Start unserer „Dieter-Baumann-Staffel“ geschenkt. Dieter Baumann, der ehemalige Olympiasieger und Europameister über 5000 m, hatte anlässlich einer Pressekonferenz im Vorfeld des Münster-Marathons ganz spontan der Aktion „Jede Oma zählt“ seine Unterstützung zu gesagt und angeboten, in einer Staffel anzutreten. Dieter Baumann wurde deshalb von unseren „Top-Omas“ Johannes Andrews, Manfred bleifrei Blieffert und Andreas Landwehr unterstützt.

Richtig turbulent ging es dann noch einmal am Wechselpunkt im Roxel zu, denn dort war der Startpunkt für den „Jede Oma zählt“ Charity-Lauf. Hier trafen sich 70 Läufer/innen um als Gruppe gemeinsam die letzten 10,7 km zu absolvieren, um dann ins Ziel auf dem Münsteraner Prinzipal-Markt einzulaufen. Und dort wurden die Charity-Läufer/innen tatsächlich sensationell empfangen! Gänsehaut pur! Dank an das Münsteraner Publikum.